Jetzt bin ich schon einige Wochen hier und habe es doch tatsächlich versäumt über Joburg zu schreiben..und gefragt wurde ich das ein ums andere Mal auch schon ob ich es mal geschafft habe hinzufahren.
Mittlerweile, man glaubt es kaum, war ich nun doch mal Mitten in der Welts' gefährlichster Stadt! Und ja, auch aus diesem schrecklichen Umfeld ist Super-Woman Linda (oder wie mich meine Abteilung nun nennt: Lillylux) unbeschadet herausgekommen...
Obwohl Johannesburg City recht nah an meiner Wohnung in Lone Hill ist, habe ich mich erst nach 5 Wochen und etlichen schrecklichen Horrorgeschichten hinein getraut. Stets in Begleitung
von Henrike und ihrem Göttergatten KlexiKlaxi. Danke an dieser Stelle. Wir besichtigten Soweto, einem Township indem 2Mio dunkelhäutige Menschen leben. Und Leute verzeiht mir, wenn ich mich da nun wieder rassitisch ausgedrückt haben sollte, aber ich weiß einfach nicht mehr wie man die "Einheimischen" die etwas dunkler sind als ich jetzt sonst nennen darf..
Auf jeden Fall war es super. Wir 3 in unserem Polo waren die einzigen Weißen(??) die sich dort rumtrieben. Es gab ganz unterschiedliche Häuserarten. Einerseits welche die auch in unseren Kleingärten stehen würden und dann wieder welche, in denen man noch nicht mal seinen Hund hausen lassen würde. Beeidruckend war es auch, zu sehen wie fröhlich die Menschen sind, trotzdem sie ja wenig haben. An jeder Ecke ein kleiner Friseurstand, Obst und Gemüse und natürlich typisch afrikansiche Schnitzereien.
Nachdem wir unsere kleine Sowetotour mit einer kleinen Besichtigung des Hector Memorials(Hector war ein kleiner 13-jähriger Junge, der in den 70er Jahren während des Streiks der dunkelhäutigen Bewohner, erschossen wurde. Dieser Streik basierte auf der Tatsache, dass Studenten welcher Hautfarbe auch immer Afrikaans in der Schule lernen sollten.)
beendeten, haben wir uns mal genauer angesehen wie die Situation für die WM 2010 aussieht.
Ok:Die Stadien sind noch nicht fertig, die Bahn wird es vermutlich nur für einige Strecken geben und sonstige öffentliche Verkehrmittel sind zu meiden. Aber Leute, das ist super, denn so haben wir nach einem schönen Sommer 2006, auch einen schönen Sommer 2010!!!! 
Ja und dann ENDLICH!!!! Johannesburg. Den Mythos besiegen und die Autobahn M1 entlang fahren (auf der man angeblich nicht fahren sollte, weil diese Straße der direkte Weg zur Hölle ist und man da lebend nicht mehr rauskommt. Besagen Gerüchte die Schmachti und Steffen hörten). Eine andere Strecke war auch garnicht möglich!
Nachdem ich einge Tage zuvor in Melville (ein Stadtteil ebenfalls mitten in Johannesburg) zum Feiern war, hatte ich da auch keine Bedenken.
Von Weitem sieht die Skyline Jo'burgs nicht so beeindruckend aus, aber wenn man dann erstmal drin ist sieht man: Wow, Joburg bist du dreckig:-)
Aber es gibt mehr Hochhäsuer als von weitem angenommen und der neuere Teil ist auch ganz, sagen wir nett. Es war ein Sonntag als wir dort waren, außer uns eine Handvoll anderer Menschen.
Fazit: Es war weder in Soweto, noch in Jobur City gefährlich! Es ist nicht wunderschön dort, aber ein Blick von Houghton (dem edlen Viertel am oberen Hang von Joburg indem auch Nelson Mandela ein Domizilchen hat) über die Stadt zeigt dass die lila Bäumchen ein schönes Bild zaubern können.
Hier noch ein paar Bilder und dann war es das über Joburg. Ich werde im Übrigen wieder und wieder hinfahren!!!